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» Einkaufen


Es gibt wohl noch in den meisten Dörfern einen kleinen Laden, wo man einkaufen kann. Einkaufen bedeutet dort noch einen "Klönschnack" halten. In Limasol gibt es einen der größten Supermärkte.

Dort ist es für mich so, wie es uns in Deutschland immer gesagt wird. Der Kunde kann sich entscheiden, was er kauft. Entscheiden bedeutet dort Auswahl. Allein Thunfisch in der Dose, wo man hier in einem gut sortierten Supermarkt vielleicht 10 verschiedene Sorten hat, sind in dem Supermarkt in Zypern ca. 5 bis 6 Regalmeter nur dem Thunfisch in der Dose reserviert. Von ganz kleinen bis mehrere kg schweren. Für die Auswahl an Fetten ( flüssigen, Öl ) steht ein gesamter Gang zur Verfügung. Da schlägt das Konsumentenherz schon ein wenig höher (schneller).


Personal ist, so wie es bei uns in den 80´er Jahren noch üblich war, ausreichend vorhanden. In der Schlachterabteilung wird man vergebens nach Hackfleisch suchen, welches schon fertig in Satten liegt. Es wird frisch, so wie der Kunde es kauft, durchgedreht. Auch anderes Fleisch wird erst abgeschnitten, wenn es gekauft wird.

Außerdem ist uns aufgefallen, dass Produkte auch von Markenfirmen manchmal mit Jahren Vorsprung in Zypern zu erhalten sind. Das kann aber auch daran liegen, dass wir in Dithmarschen leben.  Ein Beispiel: Von Pringels die blaue Dose, das ist die mit Essiggeschmack (der Inhalt nicht die Dose), die gab es in Zypern über ein Jahr bevor ich sie zu Hause kaufen konnte, und hier ist sie leider wieder vom Markt verschwunden.










Souvenirs findet man fast überall in Zypern.

Lefkara ist sehr bekannt, wir haben es vor Jahren einmal besucht. Uns hat es nicht gefallen. Wir sind mit dem Leihwagen in das Dorf gefahren, nicht schnell, denn wir wollten was sehen und kannten uns nicht aus. Kaum auf der Dorfstraße kamen sie auch schon - die Mitschnacker (Koberer) aus den Hauseingängen gesprungen, winkten und priesen ihre Waren an. Zuerst dachten wir, da wäre irgendeine Gefahr; die wollten aber nur was verkaufen. Vielleicht hatten ihnen ja auch ihre Ehefrauen eine Standpauke gehalten, weil sie einen von den vielen Bussen durchgelassen haben oder wir waren wirklich an dem Tag die ersten, die sich dorthin verirrt hatten. Nur dieses aufdringliche Verkaufen - das mögen wir nicht. Das Dorf ansich ist aber sehenswert.

Omodos im Troodosgebirge ist da schon eher etwas für uns. Allerdings ist es auch heute mehr und mehr auf Kommerz aus. Die Dame, die uns im ersten Urlaub (1992) in ihr Haus eingeladen hat, um uns zu zeigen, wie man Soutzioúko ("Kerzen" aus Weintraubensaft mit an einen Band aufgereihten Mandeln)  macht, hat damals nichts verkauft sondern sich nur gefreut, dass wir Interesse an ihrem Haus und der Zubereitung der Spezialität hatten. Heute hat sie im Haus  einen kleinen Laden für Souvenirs eingerichtet.

Beim Kykko-Kloster am Parkplatz stehen etliche Holzbuden und auch kleine Geschäfte. Hier findet man sicher von allen Spezialitäten etwas, vor allen Dingen, wenn man Sachen zum Knabbern oder zum Naschen sucht - aber auch der selbst gebrannte Schnaps (Zivania) ist nicht zu verachten.

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